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SV Gossersweiler-Stein 1912 e.V.

Nach dem politischen Zusammenschluß der beiden Orte zur Gemeinde Gossersweiler-Stein regte der damalige Steiner Vorsitzende Karl Schnur Fusionsgespräche der beiden Fußballvereine an. Im Dezember 1970 kam es dann zum Zusammenschluß der beiden Vereine TuS Gossersweiler und SV Stein zum SV Gossersweiler-Stein 1912 e.V.

Im ersten Spieljahr nach der Fusion konnte man nach einem 2:1 Heimsieg über Zeiskam vor großer Zuschauerkulisse gerade noch die Klasse erhalten. Im Jubiläumsjahr 1972 war der Abstieg nicht mehr aufzuhalten; nach 15-jähriger Zugehörigkeit zur A-Klasse stieg man in die B-Klasse ab. Im Spieljahr 1972/73 belegte man den 3. Platz, gewann allerdings den Kreispokal. In Vorderweidenthal konnte man nach Toren von Otto Welsch (2), Ernst Scherer, Ernst Braun, Peter Burkhard den SV Gleishorbach mit 5:2 (4:0) besiegen. Im Bezirkspokal war der SV Hatzenbühl im Halbfinale Endstation. Auch im nächsten Jahr wurde das Kreispokalendspiel erreicht, das allerdings in Steinfeld gegen den ASV Lug-Schwanheim mit 4:5 (n. E.) verloren wurde. In der Meisterschaftsrunde dagegen hielt man sich schadlos, belegte mit zwei Punkten Vorsprung vor Lug-Schwanheim den 1. Platz und stieg wieder in die A-Klasse auf. In dieser Runde wurde auch die 2. Mannschaft Meister. Von den 149 geschossenen Toren erzielte der in diesem Jahr leider so früh verstorbene Ernst Rösch alleine 56 Tore.

Im ersten Jahr nach dem Wiederaufstieg konnte nach einer Entscheidungsrunde der Klassenerhalt gerade so geschafft werden. Das Spieljahr 1975/76 brachte dann den Wiederabstieg. Zusammen mit Albersweiler und Billigheim mußte man die A-Klasse mit 12:56 Punkten verlassen.

Nach einem Mittelfeldplatz im Spieljahr 1976/77 erfolgte schon in der nächsten Runde der Wiederaufstieg. Mit einem Vorsprung von drei Punkten vor Ingenheim beendete man mit Trainer Otto Welsch und Spielleiter Heinz Ehrhardt die erfolgreiche Saison. Es folgten nun sieben Jahre in der A-Klasse, wobei unter den Trainern Blesinger und Fink recht gute Plazierungen erreicht werden konnte. Erwähnenswert sind vor allem der 4. Tabellenplatz in der Runde 1982/83 und die zwei Vizemeisterschaften der Reservemannschaft. Ziemlich unnötig erfolgte im Spieljahr 1984/85 der Abstieg Geschwächt durch einige Spielerabgänge gab es nun selbst in der B-Klasse Abstiegsprobleme; nach einem guten Endspurt konnte aber noch ein Mittelfeldplatz errungen werden. Die Pokalspiele brachten dann noch einen versöhnlichen Rundenabschluß. Obwohl sämtliche Begegnungen auf fremden Plätzen ausgetragen werden mußten, erreichte man das Endspiel. Unter dem engagierten Trainer Josef Bosch stand man als krasser Außenseiter dem SV Ingenheim gegenüber. Mit 2:0 Toren, nach Treffern von Walter Mandery und Heinz Ehrhardt II, wurde in Klingenmünster der Favorit aus Ingenheim besiegt.

In der Bezirkspokalrunde gewann die Mannschaft in Lachen-Speyerdorf hoch mit 7:1 und in einer Wasserschlacht konnte die 1b-Mannschaft des VfR Grünstadt besiegt werden. In dem Bezirkspokalendspiel gegen den VfB Annweiler gab es dann allerdings auf neutralem Platz in Klingenmünster eine klare 2:5 Niederlage.

Die Runde 1986/1987 brachte unter dem neuen Trainer Benrd Hiller und Dank der Rückkehr einiger "verlorener Söhne" einen weiteren Aufschwung. Im Pokalhalbfinale gab es nach hochdramatischem Spiel gegen Ingenheim eine unglückliche 1:2 Niederlage. Der Wiederaufstieg in die A-Klasse wurde knapp verfehlt, hinter dem Meister Oberhausen-Babelroth reichte es nur zur Vizemeisterschaft.

Im Spieljahr des 70-jährigen Vereinsjubiläums, der Runde 1987/88, wollte man es besonders wissen. Das Ziel lautete Aufstieg in die A-Klasse Süd. Mit einem Punkt Vorsprung ging man in den letzten Spieltag. Gegner war der Tabellenzweite Billigheim. Dieser hatte Heimrecht. Der SVG mußte mit 2:1 die Segel streichen. "Nur Platz 2", wieder kein Aufstieg, und das mit 49:11 Punkten.

1988/89 brachte wiederum nicht den den erhofften Aufstieg. Unter Trainer Gustl Schneider belegte die 1. Mannschaft mit 36:24 Punkten Platz 5.

Am Sonntag, den 25.03.1989, stand man im Stadion in Klingenmünster Im Pokalendspiel des Fußballkreises in Bad Bergzabern. Gegner war die Mannschaft des SV in Spirkelbach. In einem spannenden Spiel gingen wir als Sieger vom Platz und feierten entsprechend den lange ersehnten Kreispokalsieg mit Trainer Gustl Schneider. Dann aber 1989/90 stand in der Rheinpfalz: "Der Meister ist gekürt". Bereits 3 Spieltage vor Rundenschluß war unser SVG Meister der B-Klasse mit Trainer Stefan Dauer. Das Double war in greifbarer Nähe, denn wir waren auch im Pokalendspiel. Dieses verlor man nach Dramatik pur im Elfmeterschiessen gegen den SV Völkersweiler.

In die Saison 91/92 ging man optimistisch mit neuem Trainer Gerhard Simon. Doch die stark verjüngte Mannschaft konnte die A-Klasse nicht erhalten. In der Runde 92/93 konnte dann wieder gejubelt werden. Und dies in besonderer Vielfalt. Unter Trainer Gerhard Simon konnte man die Meisterschaft in der B-Klasse errringen. Als weiterer Triumph war der Sieg im erstmals ausgespielten SUPER-CUP des Fußballkreises Bad Bergzabern. In Pleisweiler-Oberhofen gewann man gegen die einheimische Mannschaft. Herausragend aber war auch die Platzierung im Fußball-Fair-Play-Wettbewerb. Wie im Jahr zuvor wurden wir Gewinner des Süd-Pools-Fair-Play-Wettbewerbs und in der Sparkasse Landau ausgezeichnet. Der besondere Höhepunkt war aber die Ehrung als Landessieger als fairste Mannschaft der Bezirks- und Kreisklassen im Schloß Waldthausen bei Mainz am 2. Juli 1993 durch "Fußballprofessor" Dettmar Gramer. Ein unvergessliches Erlebnis.

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01.09.99